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Spielzug der besonderen Art

Die Architektur Play-offs in Wohlen sind eröffnet. Wohlen befindet sich 30 km westlich von Zürich – eine Gemeinde mit rund 15.000 Einwohnern, die das größte Sportzentrum mit Gartenbad und Eisbahn des Kantons Aargau ihr Eigen nennt.

Als pulsierendes Herzstück des neuen Sportparks soll eine neue Eishalle die Brücke zwischen dem bestehenden Gartenbad, der alten Eisbahnfläche und dem Park mit imponierendem Baumbestand schlagen und rund ums Jahr die Menschen mit Sport und Freizeitveranstaltungen begeistern.

Dass die neue Eishalle, das Entrée zum Sportpark, im wahrsten Sinne des Wortes einmalig sein wird, ist der „Phaltasie” der Planer und dem Mut des Kalksandstein-Herstellers zu verdanken. Kalksandstein war das Material der ersten Wahl für die Architekten. „Es ist unser erstes Projekt mit Kalksandstein”, erläutert Frank Schneider, kreativer Vordenker der phalt-Architekten. „In seiner Direktheit und Robustheit hatte es bereits von Hause aus die gesuchten Eigenschaften.”
Doch die phalt Architekten wollten mehr. Sie suchten nach neuen Gestaltungsformen mit dem Material und der Anwendung im Sichtmauerwerk. Inspiration fanden sie in den Bauwerken der 1960er Jahre. Die Idee einer rillenartigen Struktur weckte das Feuer in den Gestaltern. Ausgehend von handelsüblichen Steinformaten experimentierte das Team anhand von Modellen, Visualisierungen und Form-Prototypen. Mit viel Fingerspitzengefühl wurde die optische Wirkung an unterschiedlichen Mauerwerksverbänden getestet.

In der Hunziker Kalksandstein AG, der Schweizer Tochter von Heidelberger Kalksandstein, fanden die Planer schließlich einen Partner, mit dem sie in den kreativen Schlagabtausch gehen wollten. „Gemeinsam haben wir den Stein zur Produktionsreife gebracht”, berichtet Schneider. „Wir probieren gerne Neues aus und die Zusammenarbeit mit Hunziker war sehr bereichernd für uns.” Nach den ersten Passformen schufen die Architekten Prototypen aus Styropor, um abschließend die ideale Form zu finden, welche die technischen Vorgaben des Produktionsprozesses im Blick behält und mit den gestalterischen Ansprüchen in Einklang bringt. Damit war #1 geboren.

Für die phalt-Architekten ist das Spiel bereits in vollem Gange. „Das Material muss leben und erlebbar sein”, so Schneider. „Durch seine 15 mm vorstehende Rillung und einen speziellen Sichtmauerwerk-Verbund bekommt #1 eine Tiefe und Dynamik, die den Zeitsprung ins Heute spielend bewältigt.” Außen und innen gut sichtbar wird er die Veranstaltungen in der neuen Halle beflügeln. Die fertig produzierten Kalksandsteine befinden sich bereits in Wohlen. Gerade wurde mit dem Bau der neuen Eissporthalle begonnen. Im September 2018 wird mit dem ersten Anpfiff hier die Eissport-Saison eröffnet werden.

Daten und Fakten:

  • Offene Eissporthalle mit Tageslicht
  • Grundfläche: 40 x 100 m
  • Bauweise: 4-seitig eingeschossig umbaut
  • Sichtmauerwerk: Kalksandstein #1 mit besonderer Rillenstruktur
  • Verbund: Halbstein-versetzter Läuferverbund, jede zweite Reihe mit gerilltem, hervorstehendem Spezialstein
  • Kalksandstein-Wandfläche: 3.000m2
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